Professional Farmer: American Dream

Der Publisher UIG belebt die Reihe „Professional Farmer“ wieder und schenkt ihr noch Ende Oktober 2017 einen neuen Teil namens „Professional Farmer: American Dream“. Mit dabei: Die neue Fruchtsorte Kürbis – als „exklusives“ Feature dieser Landwirtschafts-Simulation, wie es in der Pressemitteilung heißt. Überdies mit dabei ist der dynamische Boden. 

Nachdem der Titel Professional Farmer durchaus breite Massen zum Kauf überzeugen konnte (laut SteamSpy über 200.000 verkaufte Exemplare, was an der überzeugenden Grafik gelegen haben dürfte), dürfte der völlig unzeitgemäße, technisch teils unsaubere Nachfolger Professional Farmer 2017 für Enttäuschung beim Publisher UIG gesorgt haben. Veraltete Grafik, Bugs, nur kleine Maps mit Ladevorgängen an den Schnittstellen zu den anderen Teilen der Map, unschöne Modelle, unrealistische Vorgänge und weitere Details machten damals die in Teilen guten Ideen der Landwirtschafts-Simulation kaputt. Die Hoffnungen von UIG liegen jetzt also vermutlich auf den beiden Simulationen „Farmer’s Dynasty“ und „Professional Farmer: American Dream“. Während man von Farmer’s Dynasty schon erste Eindrücke durch Gameplay-Demos bekommen konnte, die erkennen ließen, dass zumindest die Ideen des Spiels recht interessant sein könnten, müssen sich Landwirtschafts-Simulationsfans bislang bei „Professional Farmer: American Dream“ mit Screenshots begnügen. Und die zeigen vor allem eines: die Kürbisernte. Darauf scheint der Publisher stolz zu sein – zurecht! Denn das Feature gibt es bislang nicht in Konkurrenzprodukten. Darüber hinaus zeigen sie allerdings auch Ziegen, Gänse, Hühner und den Wochenmarkt (auf dem sich die tierischen Erzeugnisse verkaufen lassen). Soweit, so gut und interessant. Neben diesen Lichtblicken offenbaren die inGame-Screenshots allerdings auch schon die ersten Schwächen der Landwirtschafts-Simulation: Die Fahrzeugmodelle (Pickups, Drescher, Traktoren etc.) sehen aus wie ein buntes Sammelsurium aus dem Unity-Asset-Store. Sie varriieren stark in der Qualität und liefern so kein einheitliches Bild ab. Die präsentierte Grafik lässt teils ebenfalls zu wünschen übrig, das Interface ähnelt dem des Vorgängers und die Gebäude der Stadt wirken nicht besonders stimmig. Dem Ganzen wird durch das John Deere-Oldtimer-Modell die Krone aufgesetzt, das seit Jahren durch sämtliche UIG-Agrar-Simulatoren geistert. Man bekommt das Gefühl, dieses Modell sei nicht sinnvoll fürs Spiel, sondern lediglich eingebunden, um später mit einer John Deere-Lizenz für das Spiel zu werben, die bei den Konkurrenten fehlt.
Professional Farmer: American Dream erscheint Ende Oktober für PC und Konsolen. Zu hoffen bleibt, dass der neue Teil nicht nur gute Ideen hat, sondern diese gute Ideen auch vernünftig umzusetzen weiß, sodass am Ende eine runde Landwirtschafts-Simulation entsteht.




Categories: News

Tags: ,,,,