OMSI 2: Drei Generationen-Addon im Kurztest

Vor etwas längerer Zeit hat der Publisher Aerosoft ein neues Addon für den beliebten Bus-Simulator OMSI 2 auf den Markt gebracht. Das Addon trägt den unspektakulären Namen “Drei Generationen” und beinhaltet drei Bus-Typen aus drei unterschiedlichen Generationen von dem Hamburger Stadtbus. Direkt nach der Veröffentlichung des Addons – die vermutlich  nicht ohne Grund zuvor so gut wie gar nicht kommuniziert wurde – waren die Aerosoft-Server so hoffnungslos überlastet, dass es zu zahlreichen Problemen kam: Kunden beschwerten sich über Probleme beim Zahlungsvorgang, andere konnten das Addon nicht herunterladen. Für Fans des Simulators scheint das Addon also ein absolutes “Must-have” zu sein. Doch ist der Hype gerechtfertigt?
In dem Addon enthalten sind insgesamt drei Gelenkbusse, die jeweils nach dem Vorbild der orginalen Busse der Hamburger Hochbahn gefertigt sind. Dazu gehören ein Mercedes-Bus aus den Jahren 1992/93, ein Mercedes-Bus aus dem Jahr 1999 und ein Mercedes-Bus aus dem Jahr 2012. Drei Generationen, die einen wunderbaren Einblick in den technischen Fortschritt der Busse über die Jahre geben.
Der älteste Bus sieht nicht nur ziemlich realistisch aus (diese Eigenschaft weisen im Übrigen alle Busse des Addons auf), sondern kommt auch gänzlich ohne technischen Schnick-Schnack. Alleine das IBIS in seiner dreieckigen Form nur mit dem Nötigsten an Tasten und das Cockpit als Ganzes mit seinen Schaltern und seinen etwas verbrauchten Schaltern und mit Glas verdeckten Warnlichter in simpelster Ausführung erinnern den Spieler an das Erscheinungsjahr des Busses, wollen ihn aber gleichzeitig auch nicht in ein total nostalgisches Gefühl kommen lassen. Immerhin existiert hier überhaupt ein IBIS und die verbaute LED-Anzeige war so sicherlich auch nicht im ersten Bus aus dem Jahr 1992 verbaut. Aber Form und Farbe sind weitgehend erhalten und – soweit sich das aus der Sicht eines Laien beurteilen lässt – auch realistisch.
Was ein potentieller Käufer also unbedingt beachten sollte: Alle Busse sind nicht in ihrer ursprünglichen Version gebaut, sondern so, wie sie jetzt im Einsatz sind. Das heißt: Alle Busse sind im Rahmen des Möglichen modernisiert worden.
Schon etwas mehr Technik ist in dem Bus der zweiten Generation aus dem Jahr 1999 verbaut. Immerhin existiert hier schon ein Display, das anzeigt, ob alle Türen geschlossen sind, bzw. welche Tür noch offen ist oder eben andere Informationen wie die Temperatur im Bus anzuzeigen.
Und auch das IBIS ist wesentlich modern, wenngleich es auch nicht unbedingt einfacher zu bedienen ist. Die Unterschiede von der ersten Generation zur zweiten Generation sind allerdings nicht so unglaublich groß. Es sind mehr Details. Das gilt sowohl für das Design des Busses als auch für den Umfang der Funktionen.
Insgesamt funktionieren beide Gelenkbusse super und kämpfen im Prinzip nur hin und wieder mit den typischen Bug-Problemen von OMSI. An sich scheinen sie aber ordentlich programmiert zu sein.
Das sieht etwas anders beim jüngsten und gleichzeitig modernsten Bus aus dem Jahr 2012 leider etwas anders aus. Positiv zu erwähnen ist der Umfang der High-Tech-Funktionen des Busses. Eine unglaublich moderne, orange, LED-Anzeige ist verbaut, die Lichter des Busses sind ebenfalls LED-Lichter, das IBIS / der Fahrscheindrucker funktioniert per Toucheingabe (was bei dem Computer natürlich nur für den Realismusgehalt wichtig ist, denn trotzdem muss das IBIS natürlich noch mit der Maus bedient werden) und selbst in dem Bus drin sind – wie beim Original auch – Anzeigen verbaut, die nicht nur das Ziel sondern auch die nächste Haltestelle anzeigen. Insgesamt wirkt der Bus sehr chic und teilt sich mit den anderen Bussen die Detailgenauigkeit.

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