Flughafen Feuerwehr: Die Simulation – Test / Review

Flughafen Feuerwehr: Die Simulation ist der neuste Teil der beliebten Flughafenfeuerwehr-Simulationsreihe aus dem Hause rondomedia vom Entwickler VIS-Games. Und obwohl es themenmäßig logisch an die Vorgänger anknüpft (es spielt nach wie vor auf dem Flughafen), ist es völlig anders als älteren Titel der Reihe. Flughafen Feuerwehr: Die Simulation verabschiedet sich von der normalen Alltagssimulation mit zufallsgenerierten Einsätzen, langwierigen Zaunprüffahrten und viel Smalltalk mit Kollegen und kommt mit einer zusammenhängenden Story und wesentlich actionlastigeren Aufgaben daher. Der Spieler schlüpft im Spiel in die Haut eines Feuerwehrmannes, des Feuerwehrmannes John. Er befindet sich tief in einem Flughafen-Gebäude, in dem eine Bombe explodiert ist. Alles um ihn herum brennt, er selber droht zu ersticken und muss irgendwie nach draußen gelangen. Diese Innenmissionen sind wirklich nett und vor allen Dingen auch spannend. Bei der Frage nach dem Schwierigkeitsgrad der Missionen gehen die Meinungen der Spieler weit auseinander. Die einen behaupten sie seien zu simpel, die anderen brauchen länger. Wir finden, sie sind gut balanciert. Das sieht anders bei den Außenmissionen aus: Die sind eigentlich viel zu simpel. Sicherlich ist es nett, mit den Fahrzeugen herumzufahren und mit den Löscharbeiten zu beginnen, das geht allerdings alles so schnell, dass man  vom Spiel kaum herausgefordert wird. Hinzu kommt, dass sich die Fahrzeugsteuerung kaum bis gar nicht verbessert hat (also immer noch äußerst schwammig ist) und man schnell gegen die stur fahrenden KI Autos prallt. Am Einsatzort angekommen kann man wenigstens feststellen, dass die Kollegen mithelfen, den Brand zu löschen. Allerdings merkt man auch schnell, dass man im Prinzip nur noch Axt, Atemschutzmaske und Feuerlöscher zur Hand hat. In einigen Fällen gibt es auch Schläuche, andere Werkzeuge sind allerdings nicht nutzbar – schade!
Was positiv auffällt: Die Entwickler haben sich wirklich Mühe bei den Szenarios gegeben: Immer wieder gibt es Animationen, die ein abstürzendes Flugzeug, brennende Turbinen oder explodierende Maschinen zeigen. Action steht also im Mittelpunkt dieses Spiels.

Spiel überraschend kurz

Insgesamt macht das Spiel wirklich Spaß und man wird zeitweise tatsächlich von dem Spiel gefesselt. Gerade wenn man sich durch ein arg dunkles Flammenmeer kämpfen muss und das Spiel auf einmal von einem verlangt, auf gut Glück auf eine Plattform, die man noch nicht sehen kann, zu springen. Allerdings hat das Spiel einen großen Kritikpunkt: Die Spiellänge. Wer sich einigermaßen geschickt anstellt, hat das Spiel bereits nach zwei Stunden durchgespielt. Bei etwas weniger Durchblick und mehreren Versuchen bei Einsätzen kommt man auf geschätzte vier Stunden Spielzeit. Zum Vergleich: Bei Feuewehr 2014 kam man auch nur durch den Missionsmodus auf ca. zehn Stunden Spielzeit. Trotz dieser sehr übersichtlichen Länge verlangt rondomedia für das Spiel knapp 20 Euro.
Des weiteren fehlt vielen Spielern  das freie Spiel. Man hat erstmals in der Flughafenfeuerwehrsimulations-Reihe nicht das endlose Spiel mit zufallsgenerierten Einsätzen sondern kann maximal die Missionen auf einem anderen Schwierigkeitsgrad erneut durchspielen. Und dann gibt es da noch eine Sache die mit der Zeit etwas stört: Die Ladescreens. Kaum ist man ein Stückchen gefahren, gibt es wieder eine Überblendung. Sicherlich ist dadurch die Performance des Spiels verbessert worden, allerdings beginnt man sich spätestens nach dem dritten Ladescreen in Flughafen Feuerwehr: Die Simulation daran zu stören.




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